Geschichte

Mannschaftstitel Damen-Erfolge Herren-Erfolge Mädchen-Erfolge Jungen-Erfolge Mixed-Erfolge

Im Jahr 1955 suchte sich eine Gruppe 30- bis 40-Jähriger eine sportliche Betätigung und fand diese in der neuen Sportart Badminton. Es waren ca. zehn Personen, vor allem Ehepaare, die auf der Freifläche vor dem damaligen Jugendheim in der Egenburger Straße an dieser neuen Sportart Gefallen fanden.
Der freie Platz mit seinem steinigen Untergrund erfüllte jedoch die Anforderung nicht lange und so wurde 1956 an der Stirnseite des heutigen Raiffeisengeländes in Eigeninitiative ein Platz angelegt, welcher den sportlichen Anforderungen entsprach.

Gleichzeitig hatte sich auch in der Barackensiedlung der Fa. Teich um die Familie Höfer eine Interessengruppe
in Sachen Badminton gebildet. Die Rivalität dieser beiden Gruppen in Form von Wettkämpfen, war die Basis für das Entstehen einer echten sportlichen Gemeinschaft.

Der Badmintonsport kann wettkampfmäßig nur in der Halle betrieben werden und das
Vorhandensein einer Halle war somit die Voraussetzung für einen eigenständigen Verein.
Die Familie Schraut erklärte sich einverstanden mit der Aufnahme des Spielbetriebs im
damaligen Schrautsgarten, so dass ab September 1956 der geregelte Trainingsbetrieb
aufgenommen werden konnte.

Im Winter 1956 reifte nach dem Besuch einer Lehrgangsveranstaltung mit dem Dänen
Petersen der Entschluss, diesen Sport auch wettkampfmäßig zu betreiben. Man gründete
eine Spielgemeinschaft mit der ebenfalls neugegründeten Badmintonabteilung des TSV Jahn
Würzburg und führte eine Reihe von Freundschaftsspielen durch.

Diese Spielgemeinschaft über die relativ große Entfernung nach Würzburg konnte natürlich keine Dauerlösung sein und es reifte der Entschluss, einen eigenständigen Verein zu gründen. Die Gründungsversammlung des Badmintonclubs Kirchheim wurde von Abteilungsleiter Heinrich Lautz einberufen und fand am 24.10.1957 im Nebenzimmer des damaligen Schrautsgarten statt.
Die 1. Vorstandschaft des mit einstimmigem Beschluß gegründeten Vereins "Badmintonclub
Kirchheim 1957" setzte sich wie folgt zusammen: 1.Vorsitzender Heinrich Lautz,
2.Vorsitzender Erich Wild, Kassier Arthur Morgenroth, Schriftführer Hedwig Ziegler,
Kassenprüfer Erika Götz und Fritz Göpfert.

Die Voraussetzungen für den Bestand des jungen Vereins waren die sportliche Kamerad-
schaft sowie vor allem die persönliche Freundschaft der meisten Mitglieder untereinander.
Hinzu kam, dass der aktive Sport von Frauen und Männern gemeinsam betrieben werden
kann; eine Mannschaft bestand und besteht heute noch aus vier Herren und zwei Damen.

Der BC Kirchheim startete erstmals in der Verbandsrunde 1957/58 mit zwei Mannschaften.
Im darauffolgenden Jahr waren es bereits drei Seniorenmannschaften, denen ab 1959/60
noch eine Jugendmannschaft angegliedert wurde.

Jetzt endlich konnten die ersten sportlichen Erfolge errungen werden (siehe oben). Leider kamen zu den sportlichen Erfolgen ab 1960 Probleme mit der Sporthalle „Schrautsgarten“.
In diesem fanden vor allem an Wochenenden häufig Tanzveranstaltungen statt, sodass
Heimspiele oft auswärts durchgeführt werden mussten. 1963 kündigte das damalige
Pächterehepaar Albeck die Nutzung des Saales, sodass in der außerordentlichen General-
versammlung am 2. März 1963 die Stilllegung des Vereins und damit des Spielbetriebes
beschlossen werden musste.

Mit der Einweihung der Turnhalle durch die Gemeinde Kirchheim im Juni 1969 waren die
Voraussetzungen für eine sportliche Betätigung in wesentlich verbesserter Form wieder
gegeben.

Bereits am 22.04.1969 hatten sich 15 Mitglieder zu einer Versammlung eingefunden und die
Wiederaufnahme des Spielbetriebs beschlossen.

In der darauffolgenden Generalversammlung am 03.01.70 in der Sportgaststätte wurde
folgende Vorstandschaft gewählt: 1.Vorsitzender Klaus Bucher, 2.Vorsitzender Erich Wild,
Kassier Arthur Morgenroth, Schriftführer Marliese Bucher.

Der Spielbetrieb wurde bereits in der Verbandsrunde 1969/70 mit zwei Seniorenmann-
schaften und einer Jugendmannschaft aufgenommen. 1971 kam die 3. Seniorenmannschaft
hinzu.

Seitdem läuft der Spielbetrieb mit drei Seniorenmannschaften ohne Unterbrechung äußerst
erfolgreich weiter.

Die 1. Mannschaft kletterte zügig die Erfolgsleiter nach oben und etablierte sich von 1978
bis 1984 in der Landesliga Nordbayern, dies entspricht der heutigen Bayernliga.

Inzwischen kam es 1982 auch in der Vereinsspitze zu einem Generationenwechsel. Die
Generalversammlung am 24.05.1982 brachte folgendes Wahlergebnis: 1.Vorsitzender Josef
Kreißl, 2.Vorsitzender Alfred Grötsch, Kassier Jürgen Renner, Schriftführer Brigitte Gürz.
Seither leitet Josef Kreißl über 25 Jahre hinweg die Geschicke des Vereins.

1984 kam dann einer der sportlichen Höhepunkte in der Vereinsgeschichte. Die 1. Mann-
schaft stieg in die Bayernliga (heutige Regionalliga)auf. Ein Jahr konnte man die Klasse
halten, nach dem zweiten Jahr musste man wieder absteigen. Der finanzielle und zeitliche
Aufwand wahr ziemlich groß. Anschließend verblieb man noch zwei weitere Jahre in der
Landesliga Nordbayern. Dann musste man die höheren Regionen verlassen und spielte seit
1988 meist in der Bezirksliga (heutige Bezirksoberliga).

Erst durch gezielte Förderung von ca. 30 Jugendlichen in den Jahren von 1991 bis 2001
bildete sich wieder ein leistungsstarker Stamm an Nachwuchsspielern.

In den Seniorenmannschaften eingesetzt, sorgten sie sofort wieder für frischen Wind. Die
erste Mannschaft stieg 2001 in die jetzige Bayernliga auf und blieb aus eigener Kraft in der
Klasse.
Durch weitere Verstärkungen im Jahr 2004 mit auswärtigen Spielern gelang 2006/07 der
Sprung in die dritthöchste Liga, in die Regionalliga Süd-Ost. Dieses sehenswerte hohe Niveau
gehen unsere Spieler mit, sodass wir sie in der neuen Saison 2007/08 wieder genießen können.

Erfreulich stark sind auch unsere zweite und dritte Mannschaft. Die Zweite spielt in der
höchsten unterfränkischen Verbandsliga und die Dritte direkt darunter.

Große Bedeutung für den Verein hat traditionsgemäß die Jugendarbeit. Zur Zeit trainieren
ca. 15 Kinder und Jugendliche. Sobald sie ein gewisses Können erworben haben, werden sie
zu den Ranglistenturnieren gefahren, um sich dort mit den besten unterfränkischen Spielern
zu messen. Weiter fortgeschrittene Jugendliche erhalten dann die Jugendfreigabe, um in
den Seniorenmannschaften unter Betreuung reichlich Wettkampferfahrung zu sammeln.

Anzahl der Mitglieder des Badmintonclubs im Jubiläumsjahr: ca. 120 Personen

Die Gründungsmitglieder 1957:
Heinrich Lautz, Arthur Morgenroth, Helene Morgenroth, Werner Götz, Erika Götz,
Erich Wild, Elisabeth Wild, Alfred Reuß, Fritz Göpfert, Margarete Göpfert, Josef Höfer, Manfred Knorr, Albert Gürz, Sepp Hörl, Hedwig Ziegler, Franz Höfer

Stand Juli 2008